Seit Jahrhunderten werden Hunde von Menschen dazu abgerichtet, Orte oder Personen zu bewachen: Das ist der sogenannte Wachhund. Aber Vorsicht: Nicht jeder Hund kann von heute auf morgen zum Wachhund werden. Zunächst müssen Sie einen Hund auswählen, dessen natürliche Fähigkeiten ihn für den Wachdienst prädisponieren: Einige Hunderassen sind dafür besser geeignet als andere. Anschließend muss er trainiert werden, damit er lernt, Eindringlinge von Besuchern ohne böswillige Absichten zu unterscheiden.

Welche Eigenschaften muss ein guter Wachhund haben?
Ein guter Wachhund ist in erster Linie ein großer, selbstbewusster und starker Hund, der aber auch treu ist und einen ausgeprägten Instinkt hat, damit er seine Besitzer verteidigen und sie im Falle eines Einbruchs oder Überfalls beschützen kann.
Entgegen der landläufigen Meinung ist ein Wachhund nicht unbedingt ein aggressiver Hund. Er wurde lediglich darauf trainiert, Bedrohungen zu erkennen und entsprechend zu handeln. Wenn die Bedrohung groß ist, wird der Hund beißen; wenn sie jedoch gering ist, wird er nicht gefährlich sein.
Allerdings ist Training allein nicht immer ausreichend: Einige Hunderassen sind bessere Wachhunde als andere. Dazu gehören der Deutsche Schäferhund, der Belgische Schäferhund, der Weiße Schweizer Schäferhund, der Rottweiler oder auch der American Staffordshire Terrier (Amstaff). Gute Wachhunde findet man auch in weiter entfernten Ländern wie Japan. Insbesondere der Tosa Inu ist als ausgezeichneter Wachhund bekannt. Weitere Informationen über japanische Hunde finden Sie auf dieser Website: hund-japanisch.de.

Porträt des Tosa Inu
Der Tosa Inu ist ein japanischer Hund, der aus der ehemaligen japanischen Provinz Tosa (heute Präfektur Kochi) stammt. In der FCI-Nomenklatur der Rassen wird er in Gruppe II, d. h. Hunde vom Typ Pinscher und Schnauzer, eingeordnet. Er ist ein großer, molossoider Hund mit einer Größe von 55 bis 70 cm und einem Gewicht von 45 bis 100 kg im Erwachsenenalter. Seine Lebenserwartung liegt zwischen 10 und 12 Jahren.
Der Tosa Inu hat einen muskulösen, länglichen und rustikalen Körperbau und ein grobes, kurzes und hartes Fell. Wenn Sie sich in einer gemäßigten Region befinden, können Sie einen solchen Hund adoptieren. Achtung: Wenn Sie mit ihm spazieren gehen, wird empfohlen, ihm einen Maulkorb anzulegen.
Inwiefern ist der Tosa Inu ein guter Wachhund?
Der Tosa Inu ist ein großer Hund mit einem ausgeglichenen, geduldigen, liebevollen und ruhigen Charakter. Er ist sehr treu und wird Sie gerne vor Eindringlingen beschützen. Er ist aber auch ein Hund, der bei Bedarf kämpfen kann: Ursprünglich haben die Japaner diese Rasse geschaffen, indem sie die japanische Hunderasse Shikoku-ken mit sechs westlichen Rassen, darunter die englische Bulldogge und den Bernhardiner, kreuzten, um sie für Hundekämpfe zu verwenden. In Japan und Asien wird der Tosa Inu hauptsächlich als Wachhund und vielleicht auch heute noch (heimlich) als Kampfhund eingesetzt.
Der Tosa Inu ist ideal als Wachhund in einem Haus mit Kindern, da sein ruhiges Temperament die Kleinen nicht erschrecken wird. Aufgrund seiner großen Größe und seines Gewichts kann er jedoch beim Spielen mit Kindern unbeabsichtigt Verletzungen verursachen, weshalb man ihn immer im Auge behalten sollte.
Der Tosa Inu wird jedoch nur Personen empfohlen, die Erfahrung mit der Ausbildung großer Hunde haben oder die sich mit der Rasse gut auskennen. Da er sehr stark und kräftig ist, kann er während des Trainings durch ein Geschirr kontrolliert werden, wenn Sie nicht über ausreichende körperliche Fähigkeiten verfügen. Schließlich ist er auch denjenigen zu empfehlen, die Zeit haben, sich um ihn zu kümmern (er braucht 2 bis 3 Spaziergänge am Tag) und ein großes Haus, vorzugsweise mit Garten, besitzen.




